Im Auftrag des Landes Baden-Württemberg wurde unser Ingenieurbüro mit der Durchführung von Schwingungsmessungen am Münsterturm in Konstanz beauftragt. Hintergrund sind neu festgestellte Verschiebungen an den Fialen im Zentimeterbereich, deren Ursache bislang ungeklärt ist.
Zur Untersuchung installierten wir gemeinsam mit Industriekletterern hochauflösende Messtechnik an zentralen Bereichen des Turms – darunter Turmhelm, Oktogon und Fialen – in Höhen von bis zu 70 Metern. Ziel ist es, sowohl globale Turmbewegungen als auch lokale Effekte präzise zu erfassen.
Die Messkampagne umfasste ein abgestuftes Läutprogramm mit insgesamt 16 Glocken: zunächst Einzelanregungen, anschließend Vollgeläut als maximale dynamische Belastung. Dabei wurde das Schwingungsverhalten des Bauwerks detailliert aufgezeichnet, um mögliche Zusammenhänge zwischen Glockenanregung und den beobachteten Verschiebungen zu bewerten.
Ergänzend bleibt die Messtechnik rund ein Jahr installiert. Neben den durch das Geläut verursachten Schwingungen werden kontinuierlich auch Umwelteinflüsse wie Wind, Temperatur und Luftfeuchtigkeit erfasst.
Die gewonnenen Daten bilden eine wesentliche Grundlage für die weitere Ursachenanalyse sowie für die Planung der anstehenden Sanierungsmaßnahmen am Münsterturm. Unter diesem Link findet sich eine Beitrag des SWR in dem unsere Mitarbeiter Dr. Axel Greim und Dr. Julian Freisinger als Akteure mitwirken.
https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/friedrichshafen/muenster-konstanz-turm-schaeden-messungen-glocken-100.html